Pferdegold · Informationsarchitektur · 31.08.2026

Wenn man die Navigation
für diesen Shop neu entwerfen kann

Der Shop hat neun Bedarfsthemen, geprüfte Nachfrage in jedem davon und über hundert Ratgeber. Was fehlt, ist die Ebene dazwischen, auf der sich beides trifft. Diese Seite zeigt, wie das Menü aussähe, wenn diese Ebene da wäre.

Datenbasis: Search Console, Analytics, SISTRIX, eigene Strukturmessung Stand: 31.08.2026 Vertraulich · Florian Meier
73
von 119 Seiten sind von der Startseite nicht in vier Klicks erreichbar
46
Seiten haben keinen einzigen eingehenden internen Link, holen aber 805 Klicks im Monat
257
Klicks holt der stärkste dieser Ratgeber allein, ohne dass etwas auf ihn zeigt
8 / 9
Themen-Hubs gibt es als eigene Seite noch gar nicht
01 · Ist-Zustand

So sieht das Menü heute aus

Vierzehn Einträge in einer Schublade. Die Bedarfsebene, um die es eigentlich geht, steckt an zweiter Stelle hinter einem Wort, das niemand sucht.

pferde-gold.de
30 Tage Geld-zurück-Garantie98 % zufriedene Pferde-Besitzer4,8 / 5 · 11.000 BewertungenKostenloser Versand ab 100 €
Menü SucheSparplanKontoWarenkorb
Gemacht für
Nerven & Entspannung6
Muskeln & Erholung6
Bewegung & Mobilität
Verdauung
Kräuter & Wohlbefinden7
Hufe, Haut & Fell8
Mineralien & Vitamine
Wohlbefinden & Elektrolyte7
Energie & Leistung

Genau so sieht die zweite Ebene heute aus. Die neun Einträge sind inhaltlich richtig geschnitten. Sie führen nur auf Filter-Adressen, die Google nicht abrufen darf. Dazu stehen sie hinter einer Bezeichnung, nach der niemand sucht.

02 · Entwurf

So könnte es aussehen

Dieselbe Schublade, dasselbe Design. Neu ist, was drinsteht. Klick die Einträge mit Pfeil an, dann öffnet sich die zweite Ebene wie im echten Shop.

pferde-gold.de
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Menü SucheSparplanKontoWarenkorb
Ergänzungsfutter · nach Bedarf
Mineralstoffe4.550
Magen & Darm2.100
Muskeln & Aufbau1.400
Gelenke & Bewegung950
Haut, Fell & Hufe450
Atemwege450
Nerven & Gelassenheit40
Sport & Leistung
Alle Produkte im Überblick

Rechts steht die monatliche Nachfrage nach dem stärksten Begriff des Themas. Sieben dieser acht Hubs gibt es noch nicht. Nerven ist gebaut, aber nicht verlinkt. Die Reihenfolge folgt der Nachfrage, nicht dem Alphabet.

Einzelwirkstoffe
Magnesium
Zink
Selen
Mangan
MSM
Mariendistel

Ersetzt „Monopräparate“. Zu jedem dieser Wirkstoffe gibt es bereits eine Produktseite und einen Ratgeber, teils auf Position 1. Das sind fertige Themenpaare, sie sind nur nirgends miteinander verbunden.

Magazin · nach Beschwerde
Kotwasser & Durchfall2.100
Arthrose & Lahmheit950
Muskeln & Verspannung1.400
Husten & Atemwege450
Fellwechsel, Haut & Hufe450
Nervosität & Stress
Fütterung & Mineralstoffe4.550
Rassen & Haltung

Das ist der neue Zweig. Dieselben acht Themen wie im Sortiment, nur aus Sicht der Frage statt aus Sicht des Produkts. Damit ist jeder Ratgeber über höchstens drei Klicks erreichbar. Heute liegen 73 Seiten weiter weg oder ganz abseits.

Für welches Pferd
Senior
Shetty & Pony
Sportpferd
Jungpferd

Diese Seiten existieren bereits und ranken teilweise vorn. Heute stehen sie nur im Fußbereich. Der Name sagt jetzt, was gemeint ist.

Müslis
Goldmüsli Basis
Goldmüsli Senior
Goldmüsli Sport

Unverändert gegenüber heute.

Pflege & Zubehör
Insektenschutz
Haut- & Fellspray
Zubehör

Unverändert gegenüber heute.

Warum „Magazin“ und nicht „Ratgeber“: Ich habe beide Begriffe geprüft. In eurer Search Console taucht „ratgeber“ in 90 Tagen in keiner einzigen der 25.000 stärksten Suchanfragen auf, „magazin“ in genau einer. Die meint das Konkurrenzheft „Mein Pferd“. Als Suchbegriffe liegen beide bei 30 beziehungsweise 10 Suchen im Monat. Die Bezeichnung ist damit keine SEO-Frage. „Magazin“ passt zur bestehenden Adresse /blogs/magazin und ist der Begriff, den ihr schon nutzt. Eine Umbenennung würde über hundert Weiterleitungen kosten, ohne dass ein messbarer Vorteil dagegensteht. Die Suchbegriffe stecken ohnehin in den acht Untereinträgen.

Google Search Console 02.06. bis 30.08.2026, 25.000 Suchanfragen · SISTRIX, Deutschland, 31.08.2026.

Was sich ändert

  • Die acht Bedarfsthemen stehen direkt unter Ergänzungsfutter statt hinter „Gemacht für“.
  • Das Magazin bekommt dieselben acht Themen und rückt von ganz unten nach oben.
  • Wirkstoffe heißen Wirkstoffe. Magnesium statt Monopräparate.
  • Der Kopf des Menüs beantwortet Fragen, der untere Teil führt zum Kauf. Heute sind beide gemischt.
  • Der Futterberater bekommt einen eigenen, hervorgehobenen Eintrag ganz oben. Heute steht er in keinem Menüpunkt.

Die Zahl der Einträge bleibt bei vierzehn. Der Gewinn liegt in der Sortierung.

Was bleibt

  • Alle Produkte, Bestseller, Bundles, Aktion und Gold-Abo bleiben einzeln im Menü. Sie werden stark genutzt.
  • Die Schublade als Muster, links geöffnet, zweite Ebene daneben.
  • Icons, Typografie und Farben. Ob die Icons bleiben, entscheidet ihr.
  • Müslis und Pflege in ihrer heutigen Form.

Dazu die Zahl, die ich zuerst übersehen hatte: Von der Startseite gehen im Jahr 8.771 Besuche auf „Alle Produkte“, gegenüber 2.589 auf die Kategorie Ergänzungsfutter. Diese Einstiege wegzusortieren wäre falsch. Sie sind der meistgenutzte Weg ins Sortiment.

03 · Warum

Warum die neue Sortierung besser ist

Ein Grund reicht. Gesucht wird nach Beschwerden, sortiert ist heute nach Produktart.

Was Halter suchen

mineralfutter pferd4.550
kotwasser pferd2.100
muskelaufbau pferd1.400
arthrose pferd950
gelenkfutter pferd60
nervenfutter pferd40

Suchen pro Monat · SISTRIX, Deutschland, 31.08.2026.
Die beiden unteren sind die naheliegenden Kategoriewörter. Nach denen sucht praktisch niemand.

Was daraus folgt

Oben stehen Beschwerden und Fütterungsfragen. Unten stehen die Wörter, nach denen ein Sortiment sortiert ist. Der Abstand ist nicht knapp, er ist das Fünfunddreißigfache.

Genau diese Beschwerden stehen heute nirgends im Menü. Wer „Kotwasser“ im Kopf hat, findet im Menü „Ergänzungsfutter“, „Monopräparate“ und „Gemacht für“. Keiner dieser drei Begriffe sagt ihm, dass er richtig ist.

Der zweite Grund, kurz: Von der Startseite gehen dreimal so viele Besucher direkt auf ein Produkt wie in irgendeine Kategorie. Die Kategorieebene wird kaum benutzt, weil sie keine Frage beantwortet, die jemand mitbringt.

Google Analytics 4, Pfadanalyse, letzte 12 Monate.

04 · Der Hub

Was auf einem Hub zusammenläuft

Das ist der Kern des ganzen Entwurfs. Jedes der acht Themen bekommt eine Adresse, auf der alles zu diesem Thema zusammenkommt.

Ein Thema, eine Adresse, alles verbunden

Beispiel „Magen & Darm“. Dieselbe Logik gilt für alle acht Themen.

EinzelprodukteMagen, Darm, Verdauungsglück
Nachfüllpacksdie 3-kg-Beutel der Produkte
BundlesMagen-Darm-Kur, Verdauungs Bundle
Der Hub Magen & Darm 2.100 Suchen im Monat auf „kotwasser pferd“
BlogbeiträgeKotwasser, Blähbauch, Magengeschwüre
Wirkstoff-ErklärungBierhefe, Heilerde, Mariendistel
Häufige Fragenausgezeichnet für Suchmaschine und KI

Die Pfeile gehen in beide Richtungen. Darauf kommt es an. Der Hub zeigt auf seine Produkte und Artikel, jedes Produkt und jeder Artikel zeigt zurück auf den Hub. Heute läuft jede dieser Verbindungen nur in eine Richtung, viele gar nicht. Wer einen Kotwasser-Artikel liest, findet von dort aus weder das passende Produkt noch die anderen drei Artikel zum selben Problem.

Wie ein Hub aufgebaut wird

Die Reihenfolge der Blöcke ist keine Geschmacksfrage. Sie folgt daraus, dass die Seite zwei Dinge gleichzeitig können muss. Sie verkauft an die, die schon so weit sind. Sie berät die, die es noch nicht sind.

  1. Überschrift mit dem Suchbegriff„Magen & Darm beim Pferd“, nicht „Verdauung“. Der Begriff, nach dem gesucht wird, muss in der Überschrift stehen, sonst erkennt weder ein Besucher noch Google, worum es geht.
  2. Zwei bis drei Sätze EinleitungSie nennen die Beschwerden, die hierher gehören: Kotwasser, Durchfall, Blähbauch, empfindlicher Magen. Damit weiß jemand in fünf Sekunden, ob er richtig ist.
  3. Die ProdukteDirekt danach, noch ohne Scrollen. Wer schon weiß, was er will, soll nicht an einem Beratungstext vorbei müssen. Das ist der Grund, warum die Produkte vor und nicht nach der Beratung stehen.
  4. Welcher Wirkstoff wobeiBierhefe, Heilerde, Mariendistel, je zwei Zeilen. Das ist die Frage, an der die Kaufentscheidung meistens hängt. Beantwortet wird sie heute nirgends. Jeder Wirkstoff verlinkt auf seinen Ratgeber.
  5. Vier bis sechs häufige FragenAusgezeichnet für die Suchmaschine. Das ist der Teil, den Google und KI-Antwortdienste am ehesten übernehmen. Er gehört nach unten, weil er selten der Grund für den Besuch ist.
  6. Die Blogbeiträge des ThemasGanz unten, weil sie den Besucher von der Kaufseite wegführen. Für die interne Verlinkung sind sie trotzdem der wichtigste Block der Seite.

Der letzte Block entsteht von selbst. Jeder Beitrag, der im Theme das Thema „Magen & Darm“ trägt, erscheint dort automatisch. Kommt ein siebter Kotwasser-Artikel dazu, steht er ohne weiteres Zutun auf dem Hub. Und der Hub steht in dem Artikel. Genau darüber werden die 46 heute unverlinkten Seiten wieder erreichbar.

05 · Futterberater

Das Werkzeug, das im Menü fehlt

Es gibt Nachfrage danach, es gibt das Werkzeug. Beides trifft sich heute nicht. Dafür gibt es zwei Gründe, einen davon konnte ich nachmessen.

Die Nachfrage ist da

SuchbegriffSuchen/MonatWettbewerb
futterberatung pferd40032
futterplan pferd7024

SISTRIX, Deutschland, 31.08.2026. Klickpreis 2,10 € beziehungsweise 1,30 €. 88 Prozent der Suchen nach Futterberatung kommen vom Handy.

In eurer Search Console sammeln die Begriffe rund um Futterberatung in 90 Tagen 981 Einblendungen, bringen aber nur 15 Klicks. Der Grund steht in derselben Zeile: Die Positionen liegen zwischen 14 und 40. „futterberatung“ allein hat 335 Einblendungen auf Position 37,7.

Der technische Grund

Der Futterberater steckt in einem iFrame. Eingebunden ist er auf /pages/deine-futtermittelberatung und weit unten auf der Kategorieseite Ergänzungsfutter.

Google rechnet Inhalte aus einem iFrame nicht der einbettenden Seite zu, sondern der Adresse des iFrames. Was im Werkzeug steht, zählt für die Seite also nicht.

Und der Teil, der mich überrascht hat: Die nackte iFrame-Adresse /tools/perfect-product-finder/futtermittelberater ist selbst indexiert. Google führt sie als „Submitted and indexed“, zuletzt gecrawlt am 12.08. Eine Seite ohne Menü, ohne Kopf, ohne Kontext konkurriert damit gegen die richtige Seite um dieselben Begriffe.

Sie liegt auf einem Shopify-App-Proxy. Abgerufen habe ich sie: keine Theme-Markierungen, keine Shopify-Header, ausgeliefert über client.productfinder.app. Wer dort etwas ändern will, muss an die App, nicht an das Theme.

Was daraus folgt

  1. Eigener, hervorgehobener Menüeintrag ganz obenSo, wie heute „Summer Special“ hervorgehoben ist. Aktuell taucht der Futterberater in keinem einzigen Menüpunkt auf, obwohl er das stärkste Beratungswerkzeug im Shop ist.
  2. Die nackte Werkzeugadresse aus dem Index nehmenDas geht nicht über das Theme. Die Adresse ist ein Shopify-App-Proxy und wird komplett von der App „Perfect Product Finder“ von Lantern ausgeliefert, ohne einen Krümel eures Themes. Die Antwort enthält weder Kopfzeile noch Fußbereich noch Shopify-Header. Ein noindex kann deshalb nur die App setzen. Das ist eine Frage an den Anbieter, keine Aufgabe für euren Theme-Entwickler.
  3. Den erklärenden Text auf die Seite selbst holenWas ein Fütterungsplan ist, wofür er gut ist, welche Angaben gebraucht werden: Dieser Text muss im Quelltext der Seite stehen, nicht im iFrame. Sonst hat die Seite zu „futterberatung pferd“ inhaltlich nichts vorzuweisen.
  4. Von jedem Hub aus darauf verweisenWer auf dem Mineralstoff-Hub steht und unsicher ist, welche Menge sein Pferd braucht, ist genau der Nutzer, für den das Werkzeug gebaut wurde.

Zur Einordnung, damit hier keine falsche Erwartung entsteht: Die 400 Suchen im Monat sind kein großer Hebel im Vergleich zu Mineralfutter mit 4.550. Interessant ist dieser Begriff aus einem anderen Grund. Wer nach Futterberatung sucht, hat noch keine Kaufentscheidung getroffen und ist offen für eine Empfehlung. Das ist genau der Moment, in dem ein Shop den Bedarf definieren kann.

06 · Verlinkung

Die Struktur unter dem Menü

Ein Menü erreicht ein paar Dutzend Seiten. Der Shop hat 119. Die restlichen erreicht nur ein System, das ohne Handarbeit funktioniert.

Der Zustand heute: 46 Seiten haben keinen einzigen eingehenden internen Link, weder aus dem Menü noch aus einem Text. Zusammen holen sie 805 Klicks im Monat. Die stärkste davon ist der Ratgeber zur blockierten Hüfte mit 257 Klicks. Gleichzeitig bekommen drei Ratgeber zusammen 511 redaktionelle Links. Über alle Seiten hinweg liegt der Mittelwert bei zwei.

Eigene Messung der internen Verlinkung, 24.08.2026, alle 119 abrufbaren Seiten.

RatgeberSymptom, Frage, Wirkstoff
Hubder Knotenpunkt des Themas
Produktseiteder Kauf

Alle drei Verbindungen laufen in beide Richtungen. Heute läuft jede nur in eine.

VonNachWie das ohne Handarbeit läuft
Ratgeberseinen Hub
zwei Produkte mit Vorschau
Ein Feld am Artikel: „gehört zu Thema X“. Das Theme baut daraus die Brotkrumen, die Produktbox nach dem zweiten Abschnitt und den Abschluss-Verweis. Einmal gebaut, danach je Artikel in Sekunden gepflegt.
Hubdrei bis fünf Ratgeber
alle Produkte des Themas
Automatisch aus demselben Feld. Jeder Artikel mit dem Vermerk „Thema X“ erscheint auf dem Hub X.
Produktseiteihren Hub
zwei bis drei Ratgeber
Über die Produkt-Etiketten, die es bereits gibt. Der Block „Ratgeber zum Thema“ entsteht von selbst.

Zwei Regeln, die dabei gelten

Je Blogbeitrag mindestens zwei Produkte, immer mit Vorschau. Ein reiner Textlink reicht nicht. Wo die Zuordnung nicht eindeutig ist, kläre ich sie vorher mit euch.

Kein Artikel verweist als Hauptziel auf einen anderen Artikel. Das führt vom Kauf weg. Weitere Artikel dürfen an sinnvoller Stelle stehen, das Hauptziel bleibt Hub oder Produkt.

Ausnahme: Rassen und Wissensartikel

Friese, Araber, Islandpferd, „Wie alt werden Pferde“: viel Reichweite, wenig Kaufabsicht. Diese Artikel bekommen keinen Produktdruck. Sie geben Kraft an die Themen-Ratgeber weiter und bauen Vertrauen auf.

Beim Gewichts-Artikel ist der Futterberater die natürliche Brücke, weil Gewicht und Futtermenge zusammengehören.

Eine Grenze, die ich klar benenne: Interne Verlinkung verteilt Kraft, sie erzeugt keine. 65 Prozent eurer externen Verweise landen auf der Startseite. Die Zahl der verweisenden Domains wächst kaum. Dieses System sorgt dafür, dass die vorhandene Kraft ankommt. Zusätzliche Kraft muss von außen kommen, das ist Thema des Backlink-Bereichs.

07 · Voraussetzung

Die Etiketten müssen zuerst sitzen

Damit sich ein Hub von selbst füllt, muss jedes Produkt wissen, zu welchem Thema es gehört. Bevor jemand Etiketten anfasst, gibt es allerdings etwas zu klären.

Stand im ProduktdatenstromProdukte
im Feed insgesamt161
tragen eines der acht Bedarfs-Etiketten25 (23 lieferbar)
lieferbar, gehören auf einen Hub, haben aber keines48
Aktions- und Rabattdubletten, gehören bewusst auf keinen Hub56

Eigene Auswertung von pferde-gold.de/products.json, abgerufen am 31.08.2026.

Das Etikettenfeld ist bei euch kein freier Platz

Beim Nachzählen bin ich auf 52 verschiedene Etiketten gestoßen. Die acht Bedarfsnamen sind darin die Minderheit. Der Rest steuert offenbar mehrere Systeme, die mit Navigation nichts zu tun haben.

EtikettProdukteWas es dem Anschein nach steuert
GAds / nGAds24 / 27Vermutlich Google Ads. Kein einziges Produkt trägt beide, sie schließen sich sauber aus. Das ist das Muster einer Ein- und Ausschlussliste, wie sie ein Shopping-Feed braucht
rc-member-tier-4…128Recharge, Abo- und Mitgliederpreis (im Etikett steht sub:5.0:percent)
exclude-search82schließt Produkte aus der Suche im Shop aus
RGroup_MU, RGroup_MI25 Stückeine Gruppierung, vermutlich für Empfehlungen oder Produktvarianten
FEO, WEB, PELLETS, MONO, NP15interne Kennzeichen, deren Zweck ich von außen nicht erkennen kann

Eigene Auszählung aller 52 Etiketten im Produktdatenstrom, 31.08.2026. Die rechte Spalte ist meine Deutung anhand der Namen und der Verteilung, keine bestätigte Funktion.

Deshalb die klare Ansage: Neue Etiketten zu vergeben ist zunächst additiv, es löscht nichts. Trotzdem würde ich hier nichts anfassen, bevor die folgenden vier Fragen beantwortet sind. 23 der 48 Produkte, die ein Bedarfs-Etikett bekommen sollen, tragen bereits ein Google-Ads-Etikett. Das sind genau die Produkte, bei denen ein Fehler bis in die bezahlte Werbung durchschlägt.

Vier Fragen an euch, bevor jemand Etiketten vergibt

  1. Steuern GAds und nGAds den Google-Shopping-Feed?Wenn ja: nach welcher Regel? Läuft die über „Etikett ist gleich“ oder über „Etikett enthält“? Bei „enthält“ könnte ein neues Etikett ungewollt greifen.
  2. Was genau macht exclude-search? Und wer hat es gesetzt?82 Produkte sind damit aus der Shop-Suche genommen. Falls dieselbe App später die Hubs füllt, müssen die Regeln aufeinander abgestimmt werden.
  3. Wofür stehen die 25 RGroup-Etiketten?Hängen daran Produktempfehlungen, sind sie der zweite Ort, an dem Produkte bereits thematisch gruppiert sind. Vielleicht lässt sich das nachnutzen, statt eine zweite Gruppierung daneben aufzubauen.
  4. Kann die App „Perfect Product Finder“ ein noindex setzen?Betrifft den Futterberater aus Abschnitt 05. Das Theme kann es nicht, die Adresse liegt auf einem App-Proxy.

Was Shopify vorgibt, geprüft statt vermutet

Was gesichert ist

250 Etiketten je Produkt sind das Maximum, ein Etikett darf 255 Zeichen haben. Für unseren Zweck ist das reichlich. Ein Produkt darf also ohne Weiteres zu zwei Themen gehören.

Eine automatische Kategorie verträgt bis zu 60 Bedingungen. Ein Hub braucht eine einzige, das ist unkritisch.

Shopify empfiehlt ausdrücklich nur Buchstaben, Zahlen und den Bindestrich in Etiketten. Sonderzeichen wie &, + und _ werden gleich behandelt. Genau daran hängt euer heutiges Problem: Aus „Nerven & Entspannung“ wird beim Filtern Nerven+%26+Entspannung. Die robots.txt sperrt jede Adresse mit einem Pluszeichen. Bei euch ist dabei nichts falsch eingerichtet. Es ist die dokumentierte Folge von Leerzeichen und Kaufmanns-Und im Etikettennamen.

Quellen: Shopify-Hilfe zu Produkt-Etiketten und zu automatisierten Kategorien, abgerufen 31.08.2026.

Was Shopify von selbst tut und niemand abstellen kann

Jedes Produkt ist unter jeder Kategorie erreichbar. Geprüft: /collections/ergaenzungsfutter-pferd/products/magen antwortet mit 200. Selbst eine frei erfundene Kategorie im Pfad tut das. Shopify setzt dabei automatisch das Canonical auf /products/magen. Das Problem ist damit da und zugleich entschärft. Es wird nur dann wichtig, wenn intern versehentlich auf die lange Form verlinkt wird.

Neue Kategorien landen automatisch in der Sitemap. Auch geprüft: Der fertige Nerven-Hub steht bereits drin, obwohl ihn kein Menüpunkt verlinkt. Ein neuer Hub ist für Google also sofort auffindbar, sobald er angelegt ist.

Automatische Kategorien pflegen sich selbst. Ein neues Produkt mit dem passenden Etikett erscheint ohne weiteres Zutun auf seinem Hub. Das ist der eigentliche Gewinn gegenüber einer von Hand gepflegten Liste.

Und was ich nicht beurteilen kann: Ob eure robots.txt-Regel angepasst werden soll, ob eure Feed-App auf Etikettenänderungen reagiert und wie euer SEA-Setup segmentiert ist. Shopify weist bei der robots.txt selbst darauf hin, dass eine falsche Änderung dort den gesamten Zugriff kosten kann. Das gehört vor jeder Umsetzung auf den Tisch mit dem, der euren Shop technisch betreut.

08 · Weg

In welcher Reihenfolge

Die ersten Schritte hängen an nichts und kosten Minuten. Der große Umbau kommt zuletzt, weil ein Menü auf leere Seiten schlechter wäre als das heutige.

  1. Die sieben Sofort-ReparaturenUnabhängig von allem anderen. Der erste Punkt holt eine seit Mai fertige Seite zurück ins Menü und dauert Minuten.
  2. Die 48 Produkte ohne Bedarfs-Etikett nachpflegenReine Datenpflege in Shopify. Ohne diesen Schritt zeigt jeder neue Hub vier Produkte statt zwölf. Kann parallel zum nächsten Schritt laufen.
  3. Themenfeld im Theme anlegen, die acht Hubs bauenDie Hubs sind das Ziel jeder späteren Verlinkung. Ohne sie hat der Rest kein Ziel.
  4. Blogbeiträge ihrem Thema zuordnenBeginnend bei den 46 unverlinkten Seiten mit den meisten Klicks. Dort ist der Gewinn am größten.
  5. Menü neu sortierenErst wenn die Ziele existieren. Ein Menü, das auf leere Seiten zeigt, wäre schlechter als das heutige.
  6. Rückverlinkung in Produkt- und BeitragsvorlagenDamit alle Verbindungen in beide Richtungen laufen. Braucht die Zuordnung aus Schritt 4.

Die sieben Sofort-Reparaturen

WasWarumAufwand
„Nerven & Entspannung“ auf den fertigen Hub umhängenDie Seite /collections/nerven-und-entspannung ist seit Mai gebaut und abrufbar. Der Menüpunkt zeigt stattdessen auf eine Filter-Adresse, die Google nicht abrufen darfMinuten
„Wohlbefinden & Elektrolyte“ streichenzeigt auf dieselbe Adresse wie „Kräuter & Wohlbefinden“Minuten
„Hufe, Haut & Fell“ korrigierenzeigt auf das Etikett „Haut & Fell“, Hufe ist darin nicht enthaltenMinuten
„Muskeln & Erholung“ auf ein abrufbares Ziel legengleiche Sperre wie bei Nerven, hier fehlt aber noch der fertige HubMinuten
Im Fußbereich „Mineralfuttermittel mit Magnesium“ korrigierenzeigt auf die Nerven-ProduktseiteMinuten
Die doppelte Kategorie Ergänzungsfutter auflösen3.740 Besuche im Jahr verteilen sich auf zwei Adressen mit demselben Inhalteine Stunde
/pages/clp-alle-produkte auflösendritte Adresse für dieselbe Produktübersichteine Stunde

Der erste Punkt ist der lohnendste im ganzen Papier. Eine fertige, gut gebaute Seite bekommt seit Mai keinen Besucher aus dem Menü, weil ein Link auf die falsche Adresse zeigt. Das zu ändern dauert Minuten und kostet nichts.

Messpunkt für später: Der Ist-Zustand ist seit dem 24.08.2026 festgehalten, mit interner Linkkraft, Klicktiefe und eingehenden Links je Seite. Nach dem Umbau lässt sich damit belegen, was sich verändert hat. Gerechnet wird dabei interne Linkkraft, keine Rankings. Eine Traffic-Prognose lässt sich daraus nicht ableiten.